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TOP-THEMA: B1
– vk.com/topic-12399143 26677833

Der Spaß am Töten

Menschen, die im Frieden aufgewachsen sind, können sich nicht vorstellen, kaltblütig eine Waffe zu benutzen. „Gesunde Menschen haben eine große Scheu davor, anderen etwas Brutales anzutun“, sagt der Neurobiologe Joachim Bauer. Das liegt an Nervenzellen, die uns zu mitfühlenden Menschen machen.

Doch auf der Welt gibt es nicht nur Mitgefühl. Im Krieg sind viele Menschen brutal. Der Psychologe Thomas Elbert hat mit Kindersoldaten gesprochen, für die das Töten zum Alltag gehört. Sie haben ihm erzählt, dass das Töten für sie berauschend ist. Elbert glaubt, dass der Körper Opiate ausschüttet, die zu diesem Rausch führen.

Wenn der Mensch aber nicht zum Töten geboren wurde, wie kann es dann so weit kommen? Wer nur Gewalt kennt, wird irgendwann selbst gewalttätig, sagen die Forscher. Kindersoldaten sind traumatisiert, weil man zum Beispiel brutal ihre Familie getötet hat. Dann geht der Teil im Gehirn kaputt, der für Mitgefühl zuständig ist. „Jeder von uns kann dazu gebracht werden, einen anderen Menschen zu töten“, sagt Elbert.

Er glaubt auch, dass viel Blutvergießen zu noch mehr Gewalttaten führt, weil Menschen gern Blut riechen. Ist der Mensch also doch ein Raubtier? Die Hirnforscher sagen, dass er in der Regel friedlich ist – wenn schwere Traumata ihn nicht zum Mörder werden lassen.

Glossar

Mörder, -/ Mörderin, -nen – jemand, der eine andere Person geplant tötet

auf|wachsen – groß werden; seine Kindheit verbringen

kaltblütig – ohne Gefühl; grausam; brutal

Scheu vor etwas haben – Angst vor etwas haben; sich nicht trauen, etwas zu tun

brutal – grausam; so, dass man Gewalt benutzt; gewalttätig

jemandem etwas an|tun – jemanden körperlich oder seelisch verletzen

Neurobiologe, -n/Neurobiologin, -nen – ein Wissenschaftler, der das Nervensystem untersucht

Nervenzelle, -n (f.) – ein winziger Teil des Körpers, der Signale sendet

mit jemandem mit|fühlen – ein ähnliches Gefühl haben wie jemand, der etwas Bestimmtes erlebt hat (Substantiv: das Mitgefühl)

sich an etwas berauschen – eine Droge oder ein alkoholisches Getränk konsumieren, so dass man nicht mehr klar denken kann (Substantiv: der Rausch)

Opium, Opiate (n.) – eine Droge, die aus einer Pflanze (Mohn) gewonnen wird

etwas aus|schütten – hier: etwas freisetzen; etwas produzieren

zu etwas geboren sein – für etwas gemacht sein; talentiert für etwas sein

traumatisiert – durch ein schlimmes Erlebnis psychisch verletzt (Substantiv: das Trauma)

Gehirn, -e (n.) – auch: Hirn; das Denkorgan im Kopf eines Menschen

für etwas zuständig sein – für etwas verantwortlich sein

jemanden zu etwas bringen – jemanden so beeinflussen, dass er etwas Bestimmtes tut

Blutvergießen (n., nur Singular) – ein Verbrechen, bei dem viele Menschen getötet werden

Raubtier, -e (n.) – ein Tier, das andere Tiere frisst

DW_Top-Thema_B1 - Der Spaß am Töten
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