sprachbar-mächtig-viele-machtworte-pdf


Warning: Illegal string offset 'artist' in /home/zeitschr/public_html/wp-content/plugins/vk-wp-bridge/vk-wp-bridge.php on line 1435

Warning: Illegal string offset 'title' in /home/zeitschr/public_html/wp-content/plugins/vk-wp-bridge/vk-wp-bridge.php on line 1435

Warning: Illegal string offset 'duration' in /home/zeitschr/public_html/wp-content/plugins/vk-wp-bridge/vk-wp-bridge.php on line 1436

-— SPRACHBAR —-
Denn nachdem die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren die Macht übernommen hatten, begingen sie – mit Adolf Hitler an der Spitze – die wohl größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts in Europa: Ihr systematischer Machtmissbrauch führte unter anderem zum Völkermord an bis zu sechs Millionen Juden – und zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
Bekanntlich haben diesen die Großmächte Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich gewonnen. Die sogenannten Siegermächte teilten Deutschland nach Kriegsende 1945 in vier Besatzungszonen auf. Das Grundgesetz der westdeutschen Bundesrepublik legte vier Jahre später den Grundstein für die Demokratie, in der alle Macht vom Volke ausgeht.

Vermögen: Die Macht des Geldes
Erstaunlich ist, dass sich das Wort „Macht“ sprachgeschichtlich aus der Präsensform des unschuldigen Verbs „mögen“, ableitet: „mag“. Damit kann – je nachdem – ein Wunsch, eine Vermutung oder eine Zuneigung gegenüber einer Person oder Sache ausgedrückt werden: „Ich möchte gern“, „Das mag so sein“ oder „Ich mag dich sehr“. Und wer etwas zu tun vermag, der ist dazu in der Lage. Umgekehrt bezeichnet das Unvermögen den Mangel an einer bestimmten Fähigkeit. Dem Begriff des Vermögens begegnet man allerdings sehr viel häufiger: Wer ein großes Vermögen hat, besitzt sehr viel Geld. Und mancher setzt dieses ein, um sich – auf Kosten anderer – seine Macht zu erkaufen. Die Macht des Geldes ist riesengroß: sprichwörtlich regiert ja Geld die Welt.
Macht im Alltag
Macht gibt es jedoch nicht nur in der hohen Politik und der Wirtschaft. Sie existiert auch im Kleinen, im täglichen Leben, auch in dem eines Studenten, der etwa mit dem Prüfungsamt zu tun hat. Nehmen wir mal Tom. Eigentlich weiß er ja, dass die Anmeldungsunterlagen für wichtige Prüfungen rechtzeitig vorliegen müssen, aber bei ihm siegt leider die Macht der Gewohnheit, nämlich alles auf den letzten Drücker zu machen.
Dann gerät er in Stress, Dokumente müssen gesucht werden – „Wo hab ich sie denn nur hingelegt?“, und andere schnell noch im Computer hochgeladen und ausgedruckt werden. Anschließend heißt es für ihn: Tasche packen und den Bus bekommen. Ja und wie es dann so ist: Der Bus steht noch, aber leider will gerade dieser Busfahrer seine Macht demonstrieren. Er öffnet die Tür nicht und fährt einfach los!

Mächtige Gefühle
Und Tom fragt sich: Hat sich denn alle Welt gegen mich verschworen? Er ist mächtig wütend und fühlt sich machtlos, kann an der Situation aber nichts ändern. Nun heißt es, alles in seiner Macht stehende zu tun, um doch noch rechtzeitig zur Uni zu kommen. Vielleicht hilft ja auch ein Stoßgebet zum Himmel und der nächste Bus kommt etwas eher.
Zwar glaubt er weder an gute noch an böse Mächte, aber vielleicht klappt‘s – nur dieses eine Mal, lieber Gott! Du, der Allmächtige vermagst doch viel! Aber Pech gehabt, kein Bus. Also auf die eigenen Füße vertrauen und schnell rennen. Schweißgebadet kommt er am Prüfungsamt der Uni an: zwei Minuten zu spät.
Machtworte in Machtkämpfen
Dort hat er leider auch noch mit einer Dame zu tun, die offenbar ihre Macht ausspielen will: „Sie sind zu spät, ich kann nichts mehr für Sie tun“, sagt sie mit einem seltsamen Unterton. Auf einen Machtkampf will er sich jetzt nicht einlassen.
Er könnte zwar ihren Vorgesetzten verlangen, der Kraft seines Amtes ein Machtwort sprechen und seine Mitarbeiterin ermächtigen könnte, die Anmeldung anzunehmen. Aber dieses Mal vertraut er der Macht seiner Worte. Schließlich hat er nicht umsonst dieses Rhetorik-Seminar besucht!

Die Macht der Worte
In gewisser Weise hat auch das Sprachvermögen einiges mit Macht zu tun: Denn wer einer Sprache mächtig ist, versteht die anderen nicht nur, sondern kann sich selbst auch ausdrücken. Wer eine Sprache lernt, muss sich daher mächtig ins Zeug legen, um das zu erreichen. Wer’s am Ende aber schafft, kann mächtig stolz auf sich sein.

DW-Sprachbar - Mächtig viele Machtworte
00:25

All content is only for demonstration and educational purposes, we do not store files, and after reading we ask you to buy a printed version of the magazine.
1 - 1
00:01

All content is only for demonstration and educational purposes, we do not store files, and after reading we ask you to buy a printed version of the magazine.
sprachbar-mächtig-viele-machtworte-pdf.pdf
174.08 KB

All content is only for demonstration and educational purposes, we do not store files, and after reading we ask you to buy a printed version of the magazine.