Viktor Pelewin-Buddhas kleiner Finger-Volk und Welt (1999)

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„Buddhas kleiner Finger“ von Viktor Pelewin
(Чапаев и Пустота, Tschapajew und die Leere)

Petja, Petersburger Avantgardist und Bohemien, gerät 1919 ins Visier der Geheimpolizei und flieht nach Moskau, wo ihn eine Achterbahnfahrt an Abenteuern erwartet. Nicht nur, daß er im Handgemenge einen Schulfreund erwürgt und in einem schrägen Literaturcafé landet – unversehens hat ihn der legendäre Divisionskommandeur Tschapajew, eine Ikone sowjetischer Geschichte, zu seinem Politkommissar ernannt. Wie aber ist es möglich, daß sich Petja plötzlich im Moskau unserer Tage inmitten lauter Neuer Russen und dazu noch in der Nervenklinik von Professor Kanaschnikow wiederfindet? Die Jagd bis in die „Innere Mongolei“, die pulvergeschwängerte Bürgerkriegszeit, die Saufgelage, die Flirts mit der schönen Anna, die nächtelangen philosophischen Dispute mit dem schwarzen Baron (C.G: Jung läßt grüßen) über Sein, Nichtsein und Nichtssein, vor allem aber der Showdown mit Tschapajews Wunderwaffe, Buddhas kleinem Finger, – das alles soll Petja nur geträumt haben?
Pelewin liebt absurde Verwandlungskomödien und beherrscht die Kunst, zwischen Imagination und Realität, Tragik und Humor, Philosophien und Mythen zu wechseln wie bei einem Aufschlagspiel. Dies geschieht mit Verve, erzählerischem Geschick und kompositorischer Disziplin, die auch an traditionelle Formen gewohnte Leser begeistern. Surreal und unorthodox, kraftvoll und komisch etabliert Pelewin eine Art Multi-Mythologie zwischen Ying-Yang und Rotem Stern, Kosakenromantik und Soap-Opera. Ein neuer west-östlicher Diwan, um den sich alle versammeln: von Lao-Tse bis Meister Eckart, von Ludwig Wittgenstein bis Arnold Schwarzenegger….

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