Bertelsmann – Schwarzbuch [verkannte] Genies

Bertelsmann – Schwarzbuch [verkannte] Genies

Nicht alle genialen Erfinder, Entdecker, Forscher oder Künstler wurden berühmt oder reich. Im Gegenteil: Viele Leistungen und Werke blieben unverstanden, wurden vergessen, oder clevere Konkurrenten machten die Ideen zu Geld. Dieses Buch stellt die dramatischen und manchmal tragikomischen Schicksale dieser unterschätzten Persönlichkeiten vor. Alfred Russel Wallace, der heute wenig beachtete Naturforscher, stellte im 19. Jahrhundert zeitgleich mit Charles Darwin seine bedeutende Evolutionstheorie vor. Den Ruhm der Nachwelt erntete jedoch Darwin allein. Der Autokonstrukteur Louis Chevrolet profitierte nicht von seiner Genialität. Weil er sein Unternehmen bereits nach zwei Jahren für wenig Geld an seinen Kompagnon verkaufte, musste er sich mühsam als Rennfahrer und einfacher Mechaniker durchschlagen, anstatt vom Erfolg seiner Fahrzeuge leben zu können. Wer ist Peter Durand? Der heute völlig vergessene Erfinder der Konservendose. Seine 1810 patentierten Blechbüchsen revolutionierten die Versorgung von Armeen. Leider wurde der Öffner erst viel später erfunden, weshalb die Dosen mühsam mit Waffen oder Steinen geöffnet werden mussten. Heute ist sie eine Künstlerin von Weltrang. Doch das Werk der Malerin Paula Modersohn-Becker wurde selbst von ihrem Ehemann, dem etablierten Künstler Otto Modersohn, nicht verstanden. Sie verkaufte zu Lebzeiten nur ganze fünf Bilder, starb mit 31 Jahren und wurde erst postum berühmt. Vom Pech verfolgt war der französische Astronom Guillaume Le Gentil. Nach jahrelangen Vorbereitungen verpasste er 1761 und 1769 sein Ziel, von Indien aus den Abstand zwischen Erde und Sonne während einer Venuspassage möglichst genau zu vermessen.